BasalRate und Gewicht, ungesundes abnehmen

In den Letzten Monaten (glaube seit März) hatte ich deutlich weniger Hunger (zum Teil erzwungen, aber meiste Zeit ohne das ich es vorhatte, die ganze Zeit nur das Gefühl, das man kotzen muss und einem schlecht ist, aber kotzten musste ich nie…) und bin so im Durchschnitt nur noch auf 85kh am Tag gekommen statt 150kh.

Dazu habe ich mein Tageslimit der Schritte auf 20.000 erhöht, was ich leider manchmal um 00 Uhr nicht ganz erreicht habe (öfter bin ich bei 15.000 um Mitternacht).

Somit habe ich ungesund von grob 108kg im Ende April (im Januar war es noch 111kg) auf gerade stabil 103,xkg abgenommen.

kg Verlauf

Da sieht man schön die Wochenenden, bzw. das es danach immer ansteigt.

 

So, nun aber zu dem anderen Effekt. Im Dezember/Januar/Februar habe ich auf 111kg zugenommen und hatte trotz dem loop nur höhere Werte.

Also ist ja auch klar: mehr Gewicht -> braucht mehr BR.

Bis die BR dann angepasst war, vergingen einige Wochen/Monate und nun ist diese seit paar Tagen wegen weniger Gewicht, zu hoch.

Abgesehen vom Essen (ohne SEA), wo der Loop erhöht, da das ungesunde Weißmehl einfach zu schnell ins Blut geht, ist der loop nur noch am runter stellen.

Wenn dann die BR mal wieder normal läuft, bin ich 1h wieder zu niedrig und das auch ohne der täglichen Bewegung.

Eine typischer Tag (mit normaler Bewegung 15.000 Schritte) sieht aktuell so aus bei ca. 103kg:

aktuelle TageAm Abend der krasse Anstieg kommt vom Bier am Stammtisch 🙂

 

So sah es noch am Anfang des Jahres aus mit viel Bewegung bei 111kg aus (wobei ich da wenig gegessen hab):

anfang des jahres br/loop

Jetzt heißt es nur noch mehr Sport machen und gesünder essen (was nicht so einfach ist) 🙂

Vielleicht komme ich dann bis in x Jahre auf 90kg 😉

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Aktueller HbA1c: 6.8 (0,3 Punkte schlechter). Aber….

Heute war mal wieder der Quartalstermin fällig.

 

Ergebnis:

wieder zugenommen (111,9kg), was evtl. auch den höheren Insulinbedarf der letzten Wochen rechtfertigen könnte (sind fast 5kg mehr)?

Vor allem in den letzten Wochen, war ich überdurschnittlich hoch und der loop lief auf Maximum. Ansonsten wäre ich noch höher gekommen/gewesen.

 

Der HbA1c ist bei 6.8, was für meinen ungesunden Lebensstill echt super ist.

 

Hier noch die Nightscout Auswertungen von den letzten 3 Monaten (Labor: 6.8, Nightscout: 6.9):

Perzentil:

 

Dank dem Loop und allen Entwicklern und der Community!

Im Vergleich zu den Jahren davor, wo die Werte einfach immer über 300 oder unter 30 waren, ist das echt super.

Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und vor allem mit dem wenigen Aufwand. Jetzt muss es heißen, von den 200KH pro Tag wieder auf 100KH runter zu kommen. Naja, in der Ruhe liegt die Kraft 🙂

 

 

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Die Wirkung von Glucagon und was das neue kann. Kleiner Bericht über die Teilnahme bei einer Studie

Vor einigen Monaten, habe ich bei einer medizinischen Studie teilgenommen.

Da es in den Zetteln, die ich unterschrieben habe keine „Verschwiegenheitsklausel“ oder ähnliches gab und ich davor schon wusste, was und von wem getestet wird, bevor die Test-Firma mir überhaupt Details nannte, kann ich davon ausgehen, das es sowieso nicht mehr Geheim ist. Ich bleibe aber trotzdem lieber vorsichtiger und nenne keine Namen.

 

Es ging um Glucagon. Das sollte jeder Diabetiker kennen und zumindest davon gehört haben.

Man braucht es, wenn man z.B. bewusstlos im Unterzucker ist. Dann kann eine Dritte Person die Spritze nehmen (vermengen, aufziehen, rein jagen).

 

Es wurde wie geschrieben, Glucagon getestet. Dabei einmal das, welches wir alle kennen, dass aus der Orangefarbenen Schachtel und ein neues, welches dabei getestet wurde.

Das neue ist echt super, außer die Abreichungsform. Das hat zwar nicht direkt weh getan, aber es war schon wie ein kleiner Schlag ins Gesicht (mit nem Kissen). Wenn das noch geändert werden könnte, wäre es super.

Es ist praktisch ein Nasenspray, man wendet es auch so an, nur das man nur einmal drücken muss und es dann mit gefühlten „2 Bar“ das Pulver in die Nase geschossen wird. Ohne den Druck würde es vermutlich nicht wirken oder zu wenig ankommen. Handhabung -> total einfach (wie ein Nasenspray) 🙂

Allgemein, Nebenwirkungen hatte ich keine. Bei der Glucagon-Spritze habe ich leichte Kopfschmerzen bekommen.

 

Hier einmal der Verlauf des Gewebezuckers von der Glucagon-Spritze:

 

1.) da wurde das Insulin abgestellt (Pumpe abgestöpselt)

 

2.) Es wurde Insulin (Humalog dem Label nach), intravenös gegeben. Da braucht es grob 15 bis 20 Minuten bis es wirkt.

 

3.) Der GZ war hier bei ~75, der BZ war aber schon 50.

Es wurde dann auch direkt (08:55 Uhr grob) die Glucagon-Spritze gegeben, nach dem das Insulin bereits 5 Minuten abgestellt war.

 

4.) Der Zucker schießt sehr stark nach oben. Den Wert, den der Libre geliefert hat, war allerdings da etwas niedriger als der Blutzucker war. Der BZ war bei 240, der Libre, bzw. xdrip zeigte nur 210 an.

Aber das macht aus Anwendersicht ja kein Unterschied.

 

 

 

 

 

 

 

Durch den raschen anstieg habe ich allerdings leichte Kopfschmerzen bekommen.

Da bei der Studie erst 4 Stunden nach der Abgabe wieder Insulin zugeführt werden durfte, war ich dann ca. 3 Stunden zu hoch und hatte dadurch Ketone (0,8 mmol/l) und entsprechende Überzuckerungs-Probleme. Also viel Durst, Übelkeit und halt einfach „schlapp“ sein. Ja, gegen Ende, war es richtig mieß.

Also die Zeit dann um war, habe ich mir erst mal die doppelte Menge vom Korrekturfaktor gegeben:

240 mg/dl – 140 mg/dl = 100 mg/dl (Zielwert)

240 mg/dl = aktueller BZ (nicht GZ)

– 140 mg/dl = müssen wir weg spritzen um auf den Zielwert zu kommen

 

1ie = 30 mg/dl (1ie senkt bei mir den BZ um ca. 30-37 mg/dl, also rechne ich mit 30 ISF/KF, wegen Resistenz).

 

140 / 30 = ~4,75ie

Sprich ich hätte 9ie gespritzt um auf den Zielwert von 100 zu kommen. Da ich aber wusste, das durch das Glukagon man dann doch etwas mehr braucht, hab ich mir 12ie gegeben und erst mal noch 30 Minuten gewartet, bevor ich überhaupt zum essen gegangen bin.

Beim essen gab es dann ca. 120kh die auch noch mal abgedeckt werden mussten 🙂

Da habe ich die restlichen „IE – KF“, die dann noch übrig waren mit einberechnet fürs essen.

 

 

Das neue Zeugs, ist da abgesehen von der Abreichungsform, viel besser.

1.) Die Pumpe wurde wieder ausgestellt (abgestöpselt).

 

2.) Es wurde angefangen Humalog Insulin IV (intravenös, direkt ins Blut) abzugeben.

 

3.) Der tiefste Punkt war auch hier wieder bei 50 mg/dl und nicht bei 70, was der GZ anzeigt.

Das Mittel wurde verarbreicht und der BZ stieg ebenso schnell an, aber nicht so übelst hoch. Von 50 auf ca. 125.

 

4.) Auch da ich hier 4h ohne Insulin war, ging der BZ noch weiter nach oben, aber man hatte die Nebenwirkungen durch den extrem hohen BZ wie von der Spritze nicht.

Allerdings kann es bei „Frischlingen“ oder wenn zu viel Basal (ICT) anliegt, auch unter Umständen zu wenig sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor allem es reicht halt aus um den BZ schnell genug um 100 mg/dl steigen zu lassen. Wenn man noch Insulin abdecken muss, ist es natürlich zu wenig aber da ist man dann ja schon wieder bei Bewusstsein und kann Cola und Hypohelfer zu sich nehmen..

 

 

Hier mal noch beide Tage im Vergleich. Da die Pumpe nur abgestöpselt war, aber aaps, xdrip usw.  weiter liefen, kann es trotzdem noch Zacken und Eingriffe geben. Aber ich glaub ich habe AAPs für 10h pausiert.

 

Das ist der Versuch mit der bekannten  Glucagon Spritze:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies der Tag mit dem neuen Zeugs:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richtig cool wäre es, wenn man es nicht so krass in die Nase schießen müsste, dann könnte man es vielleicht auch so als Hypohelfer missbrauchen.

Aber es bleibt ein Notfallmedikament und soll in erster Linie die Hemmschwelle für 3te senken und auch das Risiko, das jemand bei der Glucagon Spritze nicht gemischt hat und dann nur Wasser spritzt (wenn er sich überhaupt traut).

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Warum ich das CFGM (FSL; Freestyle Libre selbstbau Variante mit Transmitter) einem CGM vorziehe


Ich werde immer wieder gefragt, warum ich kein CGM beantrage.

Hier einmal die Contra’s gegen ein CGM:

  1. man MUSS alle 12 Stunden kalibrieren (siehe unten bei UPDATE).
  2. Es wird nur alle 5 Minuten ein Wert gemacht
  3. Kann man nicht so einfach „betapen“, das es so gut hält (mit viel Tape und ausschneiden)
  4. Man kann zum Teil die Werte nich so einfach auslesen und weiter verarbeiten (Medtronic).
  5. Muss bei der Krankenkasse per Antrag (meist mit MDK) genehmigt werden.

 

Vorteile CGM:

  1. es kann per default kalibrierten (MUSS).
  2. Liefert meist genauere Werte als ein FGM bei Tendenzen
  3. Man muss sich keinen Transmitter selber bauen
  4. Gibts nicht in der Apothke (ist nur ein Punktfüller, damit hier im Eintrag mehr steht) 😉

 

 

Die Vorteile für mich beim FGM (Freestyle Libre):

  1. ich KANN mit den inoffiziellen Apps kalibrieren
  2. Es wird jede Minute ein Wert gemacht
  3. Ich kann einfach nen Streifen Kinesiotape drüber kleben und der Sensor hält, da ein aufladen ja nicht nötig ist.
  4. Es zahlt meine KK ohne Murren
  5. Man kann sich einen Transmitter selber bauen (bzw.  gibt ja jetzt schon verschiedene professionele auf dem Markt)
  6. Bei den meisten Krankenkassen ist es in der Satzung mit enthalten und wird daher direkt ohne Antrag übernommen.

 

Nachteile FGM:

  1. Man kann mit den offiziellen Apps/Reader nicht kalibrieren
  2. Manchmal sind die Sensoren so dermaßen schlecht und eine Abweichung von 50 mg/dl FGM zu 90 mg/dl Blutig bei gleichbleibendem Trend ohne IOB und ohne COB reichen nicht für eine Reklamation aus (nach -10 mg/dl zeigt der fgm ja LO an, wobei ich erst bei 80 bin….).
  3. Ist nicht aktiv. Man muss einen Transmitter selber bauen oder teuer kaufen (zwischen 80€ und 250€)
  4. Gibts nicht in der Apothke (ist nur ein Punktfüller, damit hier im Eintrag mehr steht) 😉

 

Aktuell liegen die Nachteile von einem CGM, alleine durch die zwingende Kalibrierung bei mir so hoch, das ich nicht umsteigen werden.

Wie Unter dem ersten Blog-Post bereits geschrieben, finde ich das schlimmste das fingerstechen. Deshalb ist diese verpflichtende Kalibrierung ein so hohes Ausschlußkriterium.

 

So sieht die Konstellation bei mir aktuell aus (mit dem BlueReader, großzügig getapt) (links), ein Vergleich mit dem Dexcom g4 und Smartwatch3 Variante (rechts)

 

 

 

 

 

 

 

Miaomiao Transmitter

[Update 12.12.2017 13:48 +0100]: das Dexcom G5 kann man mit xDrip+ wohl auch ohne Zwangs-Kalibrierung nutzten. Und da in den offiziellen Apps/Transmitter,  die Kalibrierungsaufforderung man wohl auch ignorieren/löschen/wegklicken kann, wäre damit ein Contra-Punkt weniger vorhanden. Abgesehen davon, das die KK es genehmigen muss 😐

 

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Wie Glucagon (Spritze) bei mir wirkt

Ich durfte vor kurzem bei einer klinischen Studie teilnehmen.

Dabei wurde auch getestet, wie das aktuelle Glucagon Notfallkit bei mir wirkt.

 

Hier einmal der Verlauf des Gewebezuckers von der Glucagon-Spritze:

 

1.) da wurde das Insulin abgestellt (Pumpe ab gestöpselt)

 

2.) Es wurde Insulin (Humalog dem Label nach), intravenös gegeben. Da braucht es grob 15 bis 20 Minuten bis es wirkt.

 

3.) Der GZ war hier bei ~75, der BZ war aber schon 50.

Es wurde dann auch direkt (~09:00 Uhr grob) die Glucagon-Spritze gegeben, nach dem das Insulin bereits 5 Minuten abgestellt war.

 

4.) Der Zucker schießt sehr stark nach oben. Den Wert, den der Libre geliefert hat, war allerdings da etwas niedriger als der Blutzucker war. Der BZ war bei 240, der Libre, bzw. xdrip zeigte nur 210 an.

Aber das macht aus Anwendersicht ja kein Unterschied.

 

 

 

Die gelbe Linie mit zu hoch ist 165 mg/dl 🙂

 

 

 

Durch den raschen anstieg habe ich allerdings leichte Kopfschmerzen bekommen.

 

Weitere Details kommen dann in einem anderen Beitrag in paar Monaten.

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